Eichenprozessionsspinner breitet sich aus

Der Eichenprozessionsspinner kommt in Bayern an allen Eichen-Arten vor. Er tritt bisher besonders in warm-trockenen Regionen auf und bevorzugt Einzelbäume, Waldränder und gelegentlich auch lichte Eichenwälder.

Der Eichenprozessionsspinner verbreitet sich in diesem Jahr bayernweit, auch in unserer Region. Mittlerweile kommt er im gesamten Amtsgebiet vor, sowohl im Wald als auch außerhalb, in Parks oder Freibädern.

Gesundheitsschutz: Bekämpfung der Raupen außerhalb des Waldes oder an Waldrändern

Im öffentlichen Raum steht der Gesundheitsschutz im Vordergrund. Die Brennhaare der Raupen lösen starke Hautreizungen und allergische Reaktionen aus. Maßnahmen gegen die Raupen sind dann notwendig, wenn akute Gesundheitsgefährdungen drohen. Dann muss die Verkehrssicherheit auch am Wald hergestellt werden. Unter Begleitung des AELF fand z.B. ein Einsatz am Waldkindergarten in Ziemetshausen statt: Eine Spezialfirma entfernte dort ca. 50 Raupennester. Die Kommunen und die Landratsämter sind Ansprechpartner bei Befall, wenn es um den Schutz der menschlichen Gesundheit geht. Informationen der Landkreise zum Eichenprozessionsspinner finden Sie beispielsweise hier:

Waldschutz: Vermeidung von Kahlfraß im Wald

Aus forstlicher Sicht besteht derzeit keine Notwendigkeit für Bekämpfungsmaßnahmen im Wald. Die wäre erst gegeben, wenn die Raupen der Eichenprozessionsspinner Waldstücke wiederholt kahlfressen würden und Eichen dadurch vom Absterben bedroht wären. Das ist im Moment nicht zu erwarten – nur dann wäre eine Pflanzenschutzmittelbehandlung im Wald gerechtfertigt.